Laienspielgruppe des Kirchenchores Ottersdorf

 
Vorstellung
Der Verein trägt auch aktiv zum gesellschaftlichen Leben in Ottersdorf bei.
 
Die engagierte Theatergruppe des Kirchenchores erfreut alle zwei Jahre Hunderte von Besuchern mit Mundartstücken. Ein Großteil des dadurch eingenommenen Geldes wird für soziale Zwecke gespendet.
 

2023

 
 
Kirchenchor Ottersdorf spendet 2000 Euro für behindertes Kind Elsa 
 
Der Kirchenchor Ottersdorf hat bei den fünf Vorstellungen der Theatergruppe im Ottersdorfer Gemeindehaus zu Spenden für das behinderte Kind Elsa aufgerufen. Das Mädchen leidet an einem seltenen Gendefekt und benötigt teure Medizin. Die Besucher gaben 1.800 Euro und der Kirchenchor legte noch einmal 200 Euro obendrauf. Marlis Camboni, Vorsitzende des Kirchenchors, und Andreas Groß, Leiter der Theatergruppe, übergaben das Geld am vergangenen Samstag im Haus der Großeltern des Kindes, Gisela und Siegfried Kindel, in Iffezheim, die mit dem Kirchenchor Ottersdorf freundschaftlich verbunden sind. Auch Elsas Mutter, Aude Hoyrup, und ihr Lebensgefährte Manuel Kindel waren bei der Spendenübergabe dabei. Die ganze Familie zeigte sich gerührt und dankbar angesichts der großen Summe. 
 
Elsas Krankheit heißt CTNNB1-Syndrom, ein Gendefekt, unter dem weltweit nur 430 Menschen leiden, 40 davon in Deutschland. Zu wenig, als dass sich die Entwicklung eines Medikaments für die Pharmaindustrie lohnen würde. Die Forschung kann daher nur durch Spenden finanziert werden. 
Das CTNNB1-Gen ist dafür zuständig, Beta Catenin zu produzieren. Das Protein wird benötigt, um Nervenimpulse des Gehirns weiterzuleiten. Fehlt es im Körper, führt das unter anderem zu geistiger Behinderung, Sprach- und Sehstörungen sowie Gehschwierigkeiten durch veränderten Muskeltonus. Von diesen Einschränkungen ist auch Elsa betroffen. Zudem hat sie Wahrnehmungsstörungen. Deshalb ist sie zappelig und grob in ihren Bewegungen. „Nur im Wasser oder bei entsprechenden Therapien kann sie sich entspannen“, erklärt die Mutter, die in Offenburg wohnt und seit drei Jahren eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin absolviert, damit sie ihren „Sonnenschein“ noch besser unterstützen kann. 
 
Die ersten sechs Jahre nach Elsas Geburt lief sie von Arzt zu Arzt, um herauszufinden, was dem Kind eigentlich fehlt. 2019 dann endlich die Diagnose: CTNNB1-Syndrom. Die Ärzte wünschten ihr „viel Kraft“ und schicken sie nach Hause. Die Mutter suchte nach Infos im Internet – null Treffer. Erst auf Facebook fand sie schließlich eine Gruppe von Eltern betroffener Kinder, mit denen sie sich austauschen konnte. Über diesen Kanal erfuhr sie auch, dass 2020 in Slowenien ein Kind mit CTNNB1-Defekt geboren wurde. Die slowenische Mutter, selbst Forscherin, scharte ein Team von 20 Ärzten aus der ganzen Welt um sich und baute ein Labor auf. „Das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt Hoyrup. 
 
Inzwischen gibt es ein Medikament, das bereits erfolgreich an Mäusen getestet wurde. „Durch das Mittel konnten sich die Tiere fast normal bewegen und haben sich auch gegenüber Artgenossen normal verhalten“, berichtet Hoyrup. Der Einsatz des Serums bei Menschen soll Ende 2024 starten. Auch Elsa steht auf der Liste. Durch eine einmalige Spritze soll die Produktion des benötigten Beta Catenins wiederhergestellt werden. Was die Medizin letztlich für das einzelne Kind kosten wird, steht noch nicht fest. „Wir versuchen einfach, so viel Geld wie möglich zu sammeln“, sagt die Mutter. Sie selbst hat bei gofund.me im Internet eine Aktion über 10.000 Euro gestartet, was ihrer Einschätzung nach aber nicht reichen wird. Ein weiterer gofund.me-Aufruf aller deutscher Familien über 100.000 Euro ist gerade in Vorbereitung. Spendenaktionen wie die des Kirchenchors geben der Familie Hoffnung, dass das Geld zusammenkommt. Hoyrup: „Wir sind so dankbar für jeden Euro.“ 
 
Spenden sind über folgendes Konto möglich:
Elsa Sorlet Hoyrup,
IBAN: DE10 6649 0000 0011 7332 04,
oder im Internet unter gofund.me/9cc79443
 
 
 
 
Unterstützung für Elsa (Mitte): Marlis Camboni (Zweite von rechts) und Andreas Groß (rechts) vom Kirchenchor Ottersdorf übergeben eine Spende über 2.000 Euro an die Familie des behinderten Kindes, von links: Siegfried und Gisela Kindel, Aude Hoyrup und Manuel Kindel.
Elsas Behinderung könnte durch ein neues Medikament gelindert werden, doch dafür sind weitere Spenden nötig.
 
 
Theatergruppe des Kirchenchores Ottersdorf spendet 2.500 Euro an „Herzprojekt Rastatt“
 
Einen großen Erfolg feierte die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf unter der Leitung von Andreas Groß und Heiderose Himmel mit ihrem Mundartstück „D’buggli Verwondschafd“. Insgesamt sahen 900 Menschen aus Nah und Fern die fünf ausverkauften Vorstellungen, die an den ersten beiden Novemberwochenenden 2023 im Ottersdorfer Gemeindehaus aufgeführt wurden.
 
Spendenübergabe auf der Bühne
Einen beachtlichen Teil der Erlöse aus dem Kartenverkauf spendet das Theaterteam an soziale Projekte.
 
Hauptempfänger ist das „Herzprojekt Rastatt“, das einmal pro Woche im Gemeindehaus Sankt Alexander Obdachlose und andere Bedürftige mit einer warmen Mahlzeit versorgt und ihnen dadurch auch Freude in einem meist trostlosen Alltag bereitet. Volker Graf, Vertreter der Initiative, durfte nach der letzten Vorstellung am vergangenen Sonntag, 12. November, auf der Bühne einen symbolischen Spendenscheck über 2.500 Euro aus den Händen von Marlis Camboni, Vorsitzende des Kirchenchors Ottersdorf, in Empfang nehmen. Graf zeigte sich sehr dankbar für die großzügige Gabe. „Unser rein privat organisiertes Projekt ist auf Spenden angewiesen“, betonte er. Drei Personen bilden das Kernteam, das jeden Freitagabend für die Bedürftigen kocht. „Wir freuen uns immer, wenn Salate und Kuchen vorbeigebracht werden“, ermunterte Graf zum Mitmachen. Wer die Gruppe unterstützen möchte, kann sich per E-Mail melden: herzprojekt-rastatt@web.de.
 
Hilfe für Kind mit Gen-Defekt
Demnächst übergibt das Theaterteam eine weitere Spende in Iffezheim an die Familie der zehnjährigen Elsa, die an einem Gen-Defekt leidet und ein teures Medikament benötigt. Bei allen Vorstellungen war ein Spendenschwein aufgestellt, das von den Theaterbesuchern eifrig gefüttert wurde. Eine Unterstützung für Elsa ist auch im Internet möglich: gofund.me/9cc79443
 
 
Bild:
Volker Graf vom „Herzprojekt Rastatt“ (Mitte) durfte von Marlis Camboni, erste Vorsitzende des Kirchenchors (rechts), einen Spendenscheck über 2.500 Euro in Empfang nehmen. Mit ihm freut sich Andreas Groß vom Theaterteam (links). Foto: Nora Pallek
 
Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf brilliert mit Mundartstück „D‘ buggli Verwondschafd“
 
Lachsalven am laufenden Band / Spenden für soziale Projekte
 
Rastatt-Ottersdorf (np). Mit dem lustigen Stück „D‘ buggli Verwondschafd“ hat sich die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf nach vierjähriger Coronapause eindrucksvoll auf der Bühne im katholischen Gemeindehaus zurückgemeldet.
 
Das Publikum hatte offensichtlich sehnlichst darauf gewartet, dass das Laienspielteam um die Regisseure Andreas Groß und Heiderose Himmel wieder in Aktion tritt, denn die Karten fanden reißenden Absatz. Am ersten Aufführungswochenende (4. und 5. November 2023) waren beide Vorstellungen ausverkauft, und für die drei noch folgenden Spielabende (10., 11. und 12. November) sind nur noch wenige Restkarten für den Sonntagstermin verfügbar. 
 
Die acht Schauspieler sprühten vor Spielfreude und setzten die urkomische Handlung mit viel Spielwitz um. Der Rieder Dialekt tat ein Übriges, um bei den Zuschauern Lachsalven am laufenden Band auszulösen. In der Rolle der Rosmarie glänzte Petra Landhäußer als ordnungsliebende Hausfrau, die ihre liebe Not mit ihrem fußballverrückten Ehemann Hermann (Andreas Groß) sowie Schwiegervater und Formel-eins-Fan Hans (Wolfgang Ketterer) hat. Letzterer ist schon mit dem Anziehen überfordert und löst bei seinem Auftritt in Unterwäsche Begeisterungsstürme aus. Die Rolle der Nachbarin und Tratschtante Berta, die sich Hans an den Hals wirft, scheint Monique Hübner auf den Leib geschrieben. Als Idealbesetzung erweisen sich auch Michael Ernst und Agnes Neumaier, die als Bruder und Schwägerin von Hermann die perfekten Schmarotzer geben und das traute Heim mit Pizzakartons verwüsten. Ordnung kehrt erst wieder ein, als Tochter Claudia (Miriam Ernst) und Bräutigam Markus (Benjamin Fink) auftauchen und den Familiensegen auf charmante Art wieder ins Lot bringen. 
 
Die Vorsitzende des Kirchenchors, Marlis Camboni, dankte bei der Premiere am vergangenen Samstag, 4. November, allen Mitwirkenden und Helfern, die das Stück mit viel Engagement auf die Bühne gebracht haben. Für Ton und Beleuchtung sorgte Erwin Groß, als Souffleusen fungierten Heiderose Himmel und Elisabeth Groß, Frisuren und Make-up stylten Margit Reuter und Wolfgang Kienle. Camboni dankte auch Manuel Reis vom Dorflädele für den Kartenvorverkauf und die Bereitstellung eines Kühlwagens sowie den Mitgliedern des Kirchenchors, die Essen und Getränke verkauften. 
 
Bei der Bewirtung halfen auch die Ottersdorfer Ministranten mit, die damit Geld für ihre Romfahrt 2024 verdienten. Einen Teil der Erlöse durch den Kartenverkauf spendet der Kirchenchor an die Initiative „Herzprojekt Rastatt“, die regelmäßig Obdachlose und Bedürftige mit einer warmen Mahlzeit versorgt.
 
Weiterhin unterstützt die Theatergruppe die Enkelin einer Sängerkollegin aus Iffezheim: Die zehnjährige Elsa leidet an einem seltenen Gendefekt und benötigt ein teures Medikament. Zugunsten des Mädchens wurde im Gemeindehaus auch ein Spendenschwein aufgestellt. Wer helfen will, kann dies auch über folgendes Spendenkonto tun: Elsa Sorlet Hoyrup, IBAN: DE10 6649 0000 0011 7332 04, Verwendungszweck: Gentherapie CTNNB1, oder im Internet unter: gofund.me/9cc79443
 
 
 
 
Bild links: „D’ buggli Verwondschaft“ sorgt für Chaos im ehemals trauten Heim. Im Bild: Andreas Groß, Wolfgang Ketterer, Agnes Neumaier und Michael Ernst.
 
Bild rechts: Viel Applaus erntete die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf. Von links: Miriam Ernst, Benjamin Fink, Agnes Neumaier, Michael Ernst, Monique Hübner, Wolfgang Ketterer, Petra Landhäußer und Andreas Groß.
 
 
Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf zeigt Mundartstück „D‘ buggli Verwondschafd“ - Premiere am 4. November 2023
 
Fünf Aufführungen im Gemeindehaus / Premiere am 4. November
 
Rastatt-Ottersdorf (np). Nach vierjähriger Coronapause tritt die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf wieder in Aktion. Die beliebte Laienspielgruppe unter der Regie von Andreas Groß und Heiderose Himmel zeigt das Mundartstück „D‘ buggli Verwondschafd“ („Die bucklige Verwandtschaft“). Der Schwank wird an fünf Abenden im katholischen Gemeindehaus Ottersdorf aufgeführt.
 
Premiere ist am Samstag, 4. November.
 
Weitere Aufführungen folgen am
Sonntag, 5. November
Freitag, 10. November
Samstag, 11. November und
Sonntag, 12. November.
 
Freitags und samstags starten die Vorstellungen um 19.30 Uhr, sonntags um 19 Uhr.
 
Die Handlung verspricht einen lustigen Abend, bei dem die Lachmuskeln einiges zu tun bekommen: Rosmarie, gespielt von Petra Landhäußer, ist ein liebes, schlichtes Gemüt mit ausgeprägtem Ordnungssinn. Sie hat ihre ständige Not mit Ehemann Hermann (Andreas Groß) und Schwiegervater Hans (Wolfgang Ketterer). Die beiden Schlamper würden am liebsten den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen. Rosmarie geht entnervt in Kur und bittet ihre Nachbarin Berta (Monique Hübner), nach dem Rechten zu schauen, was die Witwe gerne tut, hat sie doch ein Auge auf Opa Hans geworfen. Doch als dann auch noch Hermanns nichtsnutziger Bruder Konrad (Michael Ernst) und dessen vulgäre Frau Cindy (Agnes Neumaier) auftauchen, bricht endgültig das Chaos aus.
 
Karten sind zum Preis von acht Euro im Ottersdorfer „Dorflädele“, Wilhelmstraße 1, erhältlich.