Pfarrhaus, Friedhof, Kapelle, Gemeindehaus Ottersdorf

 
Katholische Kirche Sankt Ägidius
Ottersdorf hatte über den Lauf der Jahrhunderte zwei Kirchengebäude an der heutigen Stelle. Von der früheren Kirche ist eine Beschreibung aus dem Jahr 1777 erhalten, das in lateinischer Sprache berichtet. Offenkundig waren die Innenproportionen des Gebäudes sehr ungünstig, da das Kirchenschiff breiter als lang und das Langhaus teilweise um den Kirchturm herum gebaut war. 1833 riss man es ab und baute die heutige Kirche Sankt Ägidius im romanischen Stil.
 
Ihr Turm hat eine Höhe von 28 Metern. Er ist mit vier Glocken ausgestattet.
Bislang wurde die Kirche zweimal restauriert. 1884 führte der Dekorationsmaler Flick aus Bühl die Arbeiten durch, im Jahr 1938 dann Josef Wagenbrenner aus Rastatt. 1978 erhielt die Kirche an der Nordseite einen Anbau nach Plänen des damaligen Pfarrers Wolfgang Storf. Heute dient er als Sakristei.
Aus ungeklärten Gründen wurde die Kirche nach dem Bau nur gesegnet, nicht geweiht. Erst 150 Jahre später, am 25. November 1984, wurde die Weihe nachgeholt.
2015 wurde die Kirchturmspitze erneuert, da das Holz im alten Kirchturm stark angegriffen war. 2020 musste die Kirche gesperrt werden, da wegen Fäulnis der Dachbalken Einsturzgefahr bestand.
 
Quelle: Wikipedia
 
Kirche und Pfarrhaus
Bei Wikipedia können wir lesen:
Ab 1820 entstanden drei Gebäude, die noch heute das Ortsbild prägen.
 
Diese sind das Pfarrhaus (1826), die Kirche (1833/1834) und das Rathaus (1839/1840).
 
Waren bis dahin kaum Steinhäuser im Dorf gestanden, wurden ab jetzt keine reinen Holzhäuser mehr errichtet. Das einzige mittelalterliche Gebäude zu jener Zeit, die Kirche, wurde durch den erwähnten Neubau ersetzt. Die Skizzen der alten Kirche gingen im Zweiten Weltkrieg verloren.
 
Das Jahr 1847 war wie in vielen Teilen des Landes von großer Not geprägt, was auch Auslöser der Märzrevolution war. Die Revolutionsjahre 1848 und 1849 selbst verliefen nicht ruhig in Ottersdorf.
 
Es gab großen Streit mit dem Pfarrer Georg Philipp Hehn, der auch von der politischen Wende im Land beeinflusst war. Hehn war offenkundig Gegner der Republik, was anscheinend nicht dem Willen der Ottersdorfer entsprach. Letztlich wurde Hehn am 4. April 1848 gewaltsam vertrieben.
 
Das jetzige Pfarrhaus wurde nach vielen Vorgängern ab dem Jahr 1826 errichtet.
Es verfügt über eine Wohnung im 1. und 2.  OG, die für einen Pastoralreferenten oder eine Pastoralreferentin als Dienstwohnung genutzt werden kann. Im EG befinden sich das Pfarrsekretariat und ein Besprechungszimmer für Ehe- oder Taufgespräche.
 
 
Gemeindehaus
Das Gemeindehaus wurde 1972 mit einem Flachdach errichtet. Wegen Undichtigkeiten wurde es in den 90er Jahren mit einem Ziegeldach überbaut.
Es verfügt über eine Hausmeisterwohnung und eine geräumige Küche. Es bietet mit dem Saal, dem Sitzungszimmer, der Kegelbahn, dem Ministrantenzimmer und dem Proberaum für den Kirchenchor viele Möglichkeiten für ein aktives Gemeindeleben.

Regelmäßige Nutzer sind die Gymnastikgruppe, der Seniorentanzkreis, der Kirchenchor, der Musikverein, die Handarbeitsgruppe der Frauengemeinschaft, das Altenwerk, der Musikverein, die Ministranten und die Jugendkapelle des Musikvereins.

Kirchliche Veranstaltungen wie Seniorennachmittage, Eheseminare, Elternabende für Erstkommunion und Firmung, Adventsbasar der Frauengemeinschaft, Sitzungen von Pfarrgemeinderat / Gemeindeteam / Frauengemeinschaft / Besuchsdienst etc., Theater- veranstaltungen des Kirchenchores, Weihnachtsfeiern der kirchlichen Gruppierungen, Sternsinger-Proben und -Treffen, gemeinsames Essen der Ministranten nach dem Rätschen am Karsamstag finden ebenso statt wie weltliche Veranstaltungen, nämlich Generalver- sammlungen, Vereinsführerbesprechungen, Neujahrsempfang, Probenwochenenden des Musikvereins und Weihnachtsfeiern verschiedener weltlichen Gruppierungen.
Die Adresse ist:
Nordstr. 2
76437 Rastatt-Ottersdorf
Kontakt
Eva Baranyi
 
Friedhof
 
Um 1730 wurde der erste Friedhof angelegt in westlicher Richtung des Ortes westlich der heutigen Lammstrasse / Am Altrhein und des jetzigen Festplatzes.
Dieser Friedhof wurde bei einem Hochwasser 1793/94 weggeschwemmt und deshalb landeinwärts am Weg Rastatt-Seltz an der heutigen Fährstrasse neben dem Schulgebäude angelegt.
 
Das heute noch dort befindliche Kreuz vom Jahre 1794  stand auf der Rückseite des Friedhofes.
 
Als dieser Friedhof dann zu klein war, hat man ihn im Jahre 1832 an den heutigen Ort verlegt. Das Kreuz in der Mitte des heutigen Friedhofs trägt danach noch die Jahreszahl 1832.
 
Erweiterungen erfolgten in den Jahren 1872, 1956 und  1962, eine weitere Vergrößerung steht bevor.
 
 
Der Spatenstich zu der auf dem Friedhof stehenden Leichenhalle, die der politischen Gemeinde gehört, fand am 6. Septemer 1963 statt. Die feierliche Einweihung wurde am 8. November 1964 von Pfarrer Ziser vorgenommen. 1960 wurde ein Ehrenfeld für die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges angelegt.
 
 
In Anwesenheit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber und der örtlichen Vereine fand die Einweihung an Ostern 1961 statt.
 
 
"Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit,
 
ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
ein bisschen mehr Wahrheit immerdar
und viel mehr Hilfe in jeder Gefahr.
Ein bisschen mehr  wir und weniger ich.
Ein bisschen mehr Kraft - nicht so zimperlich!
Und viel mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern sind sie vergebens!"