Bedeutung und Auftrag der Gemeindeteams

 
Bedeutung des Gemeindeteams (GT)
 
1. Gemeindeteam – Eine Annäherung
 
2. Was ist die Kirche?
3. Getauft, gefirmt und begabt
4. Ein Gemeindeteam bilden
Evangeliums
 
5. Leben aus der Kraft des
 
6. Mitten drin
7. Mit Pfarrgemeinderat und Seelsorgeteam verlässlich kooperieren
 
8. Altes schätzen – Neues werden lassen
 
9. Kirchliches Leben fördern
10. Miteinander gut arbeiten
11. Teil eines Netzwerkes
12. Ein starkes Team
 
13. Die Einführung des ...
Gemeindeteams im ...
Gottesdienst feiern
 
 
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Der Auftrag des Gemeindeteams
 
Vor der PGR-Wahl 2015 findet in Freiburg eine pastoral-theologische Auseinandersetzung mit dem Thema Gemeindeteam statt. Auf welcher Basis nehmen Freiwillige, die nicht gewählt werden, Verantwortung für die eigene Gemeinde wahr? Was ist ihr Auftrag? Wodurch begründet sich dieser?
In Anlehnung an Erfahrungen aus Poitiers formuliert die PGR-Satzung (PGRS § 17) den Auftrag des Gemeindeteams so: „Das Gemeindeteam dient der Förderung des kirchlichen Lebens und seiner Präsenz im gesellschaftlichen Umfeld … Hierzu gehört insbesondere die Sorge für die vier Grundvollzüge der Kirche:“
 
1. Leiturgia: Gottes Nähe zu uns Menschen feiern.
2. Martyria: Den christlichen Glauben weitergeben.
3. Koinonia: Dienst an der Stärkung und Erneuerung der Gemeinschaft.
4. Diakonia: Zuwendung zu Menschen, die Unterstützung brauchen.

Das Gemeindeteam besteht aus Berufenen, die aus der Gemeinde vorgeschlagen, vom PGR bestätigt und vom Pfarrer berufen werden, aus Gewählten (PGR-Mitglieder, die aus der Gemeinde stammen) und aus dem Pfarrer oder seiner Stellvertretung. Gemeinsam nehmen sie ihre Verantwortung wahr. Die Berufung einzelner Personen geschieht aufgrund ihrer jeweiligen Gaben (Charismen) und aufgrund der Bereitschaft, diese einzubringen zum Wohl der Menschen und der Kirche vor Ort.
 
Die konkreten Aufgaben des GT
 
Das Gemeindeteam übernimmt die Aspekte der Gemeindeleitung, die im Sinne der Subsidiarität vor Ort am besten aufgehoben sind. Nehmen wir als Beispiel den liturgischen Bereich: Natürlich bleibt die Verantwortung für die Feier der Eucharistie beim Pfarrer. Die Aufgabe, einen Gottesdienstplan der Seelsorgeeinheit zu erstellen, liegt beim PGR der Seelsorgeeinheit. Worin besteht nun am Beispiel der Liturgie die örtliche Verantwortung des Gemeindeteams?
 
  • Wenn nicht jeden Sonntag Eucharistie gefeiert wer-den kann, was bedeutet das für das gemeinsame Beten und Gottesdienst feiern an den anderen Sonntagen, an den Werktagen, an den besonderen Gottesdienstorten (Altenheim, …) und bei den besonderen Anlässen in der Gemeinde?
  • Haben wir genügend Frauen und Männer für die liturgischen Dienste: zur Leitung von Wort-Gottes-Feiern, zum Austeilen der Hl. Kommunion, zur Verkündigung der Schrifttexte, für den Gesang, als Mesnerinnen und Mesner oder Ministrantin und Ministrant ...?
Ähnliche – lokal relevante – Fragen stellen sich in den anderen Fachbereichen ebenfalls.
 
 
Die Nähe zu den Menschen - Koodinierende und repräsentative Aufgaben - Die berufenen Rufer
Die Nähe zu den Menschen als Stärke des Gemeindeteams
Besondere Bedeutung kommt dem Gemeindeteam beim Dienst am Menschen zu. Die Diakonia hat ihren Ort dort, wo die Menschen leben, arbeiten, zur Schule gehen. Denn im sozialen Raum eines Dorfes oder eines Stadtteils kennen sich Menschen. Im Wissen um die eigene Verschiedenheit (Alter, Herkunft,…) fragt das Gemeindeteam: Wie leben die Menschen hier? Welche Sorgen und Nöte bedrängen die Menschen an diesem Ort? Was trägt Kirche dazu bei, dass das Leben von Menschen ein bisschen besser wird und wo besteht für uns Handlungsbedarf?

Koordinierende und repräsentative Aufgaben
Lebendigkeit und Vielfalt entsteht durch das Engagement möglichst vieler in der Gemeinde vor Ort. Das Gemeindeteam trägt Verantwortung für die Koordination der örtlichen Interessen und für die Kooperation und Repräsentation innerhalb der Gemeinde und darüber hinaus, z. B. in der ökumenischen oder kommunalen Zusammenarbeit.

Die berufenen Rufer
Als Berufene achten Mitglieder des Gemeindeteams auf die Charismen der Menschen und rufen weitere Personen in den Dienst der Gemeinschaft, eröffnen Ihnen Gestaltungsspielräume und haben deren Förderung im Blick. So trägt die Arbeit des Gemeindeteams nicht nur zur Bestandspflege, sondern zum ständigen Neuaufbau der örtlichen Gemeinschaft bei.
 
Ende und Neustart des GT's nach der PGR-Wahl
 
Spätestens sechs Monate nach der PGR-Wahl 2020, endet der Auftrag der nach 2015 gebildeten Gemeindeteams, ein guter Zeitpunkt, innezuhalten, zurückzublicken und mit dankbarer Wertschätzung auf das in den letzten fünf Jahren Geleistete zu schauen. Ideen hierzu finden Sie in der Arbeitshilfe „Das Engagement beenden – den Über-gang gestalten“.

Zur Bildung des Gemeindeteams 2020 – 2025 stellen sich Fragen:
  • Wer aus dem bestehenden Gemeindeteam möchte weiterhin mitarbeiten?
  • Welche weiteren Charismen braucht das neue Team? Wer kann was einbringen?
  • Welche Art der persönlichen Ansprache und der öffentlichen Suche eignet sich bei uns?
  • Was ist beim Neustart eines Teams zu beachten? Die Arbeitshilfe „Briefe an das Gemeindeteam“ gibt im Brief „Ein starkes Team“ Tipps zur Teambildung.
Wer öffentlich wirksam werden möchte, muss auch öffentlich eingesetzt werden. Einen Vorschlag zur feierlichen Einsetzung des neuen Gemeindeteams und der Berufung der einzelnen Mitglieder in einem sonntäglichen Gemeindegottesdienst finden Sie in der o.g. Arbeitshilfe.

Karl Seiler, Leiter der Diözesanstelle Bodensee-Hohenzollern
 
 
Das Gemeindeteam -Verantwortung tragen